Feuchttücher verursachen Schäden in den Abwasserpumpwerken und in der Kläranlage!

Feuchtes Toilettenpapier, Baby-Feuchttücher oder Kosmetiktücher: Sie sind praktisch in der Anwendung, und vermeintlich praktisch ist auch ihre Entsorgung über das WC. Die Entfernung der Tücher aus dem Kanalsystem und den Pumpen der Kläranlagen versursacht steiermarkweit Kosten von rund 3,6 Millionen Euro im Jahr.

Eine Zerreißprobe für die Abwasserentsorgung.

Probleme machen vor allem jene Produkte, die besonders reißfest sind – da sie zum Großteil aus Kunstfasern bestehen. Lässt sich das Feuchttuch mit beiden Händen leicht auseinanderziehen, handelt es sich um Naturfasern, je schwerer sich das bewerkstelligen lässt, desto höher ist der Kunstfaseranteil. Grundsätzlich gilt die Regel: Je höher der Kunstfaseranteil des Materials desto reißfester und schwerer abbaubar ist es.

Weil die Feuchttücher aus Kunststofffaser nicht zerreißbar sind, verwickeln sie sich in den Pumpwerken der Kläranlagen und führen zu einem Stillstand. Die Pumpen müssen dann herausgenommen und zerlegt werden, die Tücher müssen entfernt werden und erst dann kann der Betrieb wieder aufgenommen werden. Laut einer Studie reichen 125 solcher Kunststoff-Feuchttücher im Zweifelsfall aus um eine Pumpe lahmzulegen. 68 Feuchttücher pro Einwohner landen im Schnitt jährlich im WC – das sind in Judenburg ca. 678.000 Tücher in einem Jahr.

Bemerkenswert ist die Gegenüberstellung des Produktpreises und der Entsorgungskosten: 100 Stück Kunstfaser-Feuchttücher können um 5,30 EURO gekauft werden. Die Entsorgung dieser 100 Tücher kostet 13,70 Euro. Mehr als das Zweieinhalbfache.

Was Sie tun können:

  • Bitte entsorgen Sie WC- Kosmetik- Baby- und Hygienefeuchttücher sowie Putztücher nur über den Restmüll, und werfen Sie diese nicht ins WC; auch wenn der Hersteller laut Verpackung etwas anderes rät. Die Beseitigung der Feuchttücher aus den Kanälen und Pumpen verursacht hohen Aufwand.
  • Setzen Sie Feuchttücher sparsam ein! Sie sind oft chemisch behandelt und mit Konservierungs- und Duftstoffen angereichert. Nicht jede Haut verträgt das. Außerdem schaffen sie als Wegwerfprodukte viel Abfall.
  • Wenn Sie Feuchttücher verwenden, dann solche aus Naturfasern, da sie abbaubar sind. Sie erkennen diese durch die „Zerreißprobe“, bei der sich die Tücher leicht mit beiden Händen auseinanderziehen lassen.
  • Verwenden Sie Alternativen wann immer es möglich ist, z. B. einen Waschlappen und Wasser.
Verstopfte Pumpen
Feuchttücher verstopfen Pumpen
Feuchttücher richtig über Restmüll entsorgen
Feuchttücher richtig über Restmüll entsorgen

Fette und Öle sind nicht wasserlöslich und verstopfen die Kanalisation!

Aber wohin mit der Restfettn? Richtig, in den Sammelbehälter „Fetty„!

Diesen bekommst du beim Altstoffsammelzentrum Gasselsdorf (Öffnungszeiten beachten). Du kannst aber auch einen eigenen Sammelbehälter verwenden wie ein altes Gurkenglas oder eine leere Flasche.

Wie wird gesammelt?
Heißes Fett und Öl abkühlen lassen, kleine Mengen über Trichter einfüllen, für größere Mengen Deckel abnehmen und eingießen.

Wenn Fetty voll ist:
Mit vollem Fetty zum Altstoffsammelzentrum, mit leerem wieder nach Hause und weitersammeln.

Durch deine verantwortungsvolle Sammelbereitschaft werden Kanalreinigungskosten gespart, Kläranlagen geschont, Altspeiseöle zu wertvollen Produkten verarbeitet und ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

Erstarrtes Frittierfett und Speiseöl
Erstarrtes Frittierfett und Speiseöl
Sammelbehälter Fetty
Sammelbehälter Fetty

Beitrag vom 22.02.2022
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